121. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin
18. - 21. April 2015, Mannheim
Neuer Termin und Ort: 2 Wochen nach Ostern in Mannheim!
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Hermann Gröhe - Bundesminister für Gesundheit

Ob als internistischer Hausarzt oder Spezialist auf einem der unterschiedlichen Fachgebiete der Inneren Medizin: Im Krankheitsfall wissen die Menschen sich bei Ihnen gut aufgehoben. Sie vertrauen zu Recht auf Ihr Fachwissen und schätzen Ihren persönlichen Einsatz.

Diese Wissen muss immer wieder aktualisiert und erweitert werden. Das spiegelt sich vielfach im Programm des diesjährigen Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin wider. Beispielsweise durch das Symposium „Forschung wird zu Medizin“. Damit tragen Sie wesentlich zu dem Bemühen bei, dass bei internistischen  Krankheitsbildern der Brückenschlag von der Forschung und vom Labor zum Krankenbett schneller und besser gelingen kann – und das zum Wohl Ihrer Patientinnen und Patienten.

Unterstützung erhalten Sie dabei durch die Bundesregierung. Wir werden dazu im Rahmen unseres Versorgungsstärkungsgesetzes unter anderem einen Innovationsfonds schaffen, aus dem innovative sektorenübergreifende Versorgungsformen und Versorgungsforschung gefördert werden. Damit wollen wir dafür Sorge tragen, dass Innovationen nicht nur bei Produkten und Therapien stattfinden sondern auch bei Versorgungsprozessen und – strukturen. Denn die Vielfalt internistischer Krankheitsbilder erfordert neben einer breiten Grundlagenforschung auch eine ständige Weiterentwicklung der Regelversorgung.

Ich bin mir sicher, dass Sie diese aber auch weitere Maßnahmen der Gesundheitspolitik mit Ihren Kolleginnen und Kollegen diskutieren werden. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen spannende Gespräche und vier informative Kongresstage in Mannheim.

Prof. Dr. med. Jean-Michel Gaspoz - Vorsteher des SGIM-Präsidiums

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen der DGIM

Als Vorsteher des Präsidiums der Schweizerischen Gesellschaft für Allgemeine Innere Medizin (SGIM) möchte ich Ihnen die herzlichsten Grüsse des SGIM-Vorstands und aller SGIM-Mitglieder übermitteln. Zwischen unseren beiden Gesellschaften findet seit Jahren ein fruchtbarer Austausch statt. Vertreter der beiden Gesellschaften nehmen regelmäßig an Kongressen der jeweils anderen Gesellschaft teil. Die offizielle Einladung als Repräsentant der Schweiz zum DGIM-Kongress 2015 in Mannheim ist indessen für die SGIM ein ganz besonderes Privileg und eine außerordentliche Ehre, die wir sehr zu schätzen wissen. Herz lichen Dank!

Fesselnde und ambitionierte Herausforderungen
Das Leitthema des DGIM-Kongresses 2015 lautet „Molekulare Prinzipien der Inneren Medizin: Aufbruch in eine neue Ära“ und stellt eine gleichermaßen fesselnde und ambitionierte Herausforderung dar. Wir sind überzeugt, dass sich die geplanten Präsentationen und Vorträge des Kongresses dieser Herausforderung erfolgreich stellen werden.

Die Schweizerische Gesellschaft für Allgemeine Innere Medizin (SGIM) und die SGIM-Foundation, eine von der SGIM gegründete Stiftung mit der Zielsetzung, Lehr- und Forschungsprojekte auf dem Gebiet der Allgemeinen Inneren Medizin (AIM) zu fördern, haben sich in den vergangenen Jahren stark für eine Thematik engagiert, die mit jener des Kongresses eng verwandt ist: mit der Integration wissenschaftlicher Erkenntnisse in die alltägliche medizinische Praxis. In seiner 2003 im New England Journal of Medicine publizierten, berühmten Shattuck Lecture mit dem Titel „Lost in translation“ rüttelte Claude Lenfant, damals Direktor des National Heart, Lung and Blood Institute in den USA, die medizinische Fachwelt auf: Er führte ihr die enormen Verluste vor Augen, die bei der praktischen Umsetzung von Forschungserkenntnissen in der klinischen Medizin auftreten. Die SGIM und die SGIMFoundation haben sich in den letzten Jahren intensiv mit der Anwendung der Ergebnisse aus der klinischen Forschung, der „evidencebased medicine“ sowie aus jüngeren Analysen von Risiken und Nutzen häufig angewandter Tests und Behandlungen in der medizinischen Praxis auseinander gesetzt.

Erfolgreicher Kampagnenstart – „Smarter Medicine“
In Anlehnung an die amerikanischen Kampagnen „Less is more“ und „Choosing wisely“ hat die SGIM im Mai 2014 in Genf ein Pionierprojekt namens „Smarter Medicine“ lanciert. Im Zuge dessen wurde eine Liste mit fünf Tests und Behandlungen erarbeitet, die Internisten vermeiden sollten, weil sie Patientinnen und Patienten gemäss aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen keinerlei Mehrwert bieten, dafür aber mit zusätzlichen Risiken verbunden sind. Im Rahmen eines speziellen SGIM-Symposiums vom 20. April 2015 werden wir am DGIMKongress die Gelegenheit erhalten, Sie ausführlicher über die wissenschaftlichen Grundlagen der „Smarter Medicine“-Kampagne der SGIM sowie über deren Inhalte, Bildungsmaterialien und sonstigen Massnahmen zu informieren. Die SGIM freut sich sehr, dass die DGIM im Rahmen ihres diesjährigen Kongresses in Mannheim eine Initiative zum Thema „Klug entscheiden – Choosing Wisely“ zu lancieren gedenkt und wünscht der DGIM dabei viel Erfolg.

SGIM-Jahresversammlung 2015 in Basel – „Healthy Medicine“
Die Schweizerische Gesellschaft für Allgemeine Innere Medizin (SGIM) wird an ihrer 83. SGIM-Jahresversammlung zum Thema „Healthy Medicine“ vom 20. bis 22. Mai 2015 in Basel unter anderem auch die „Smarter Medicine“-Thematik konsequent weiter entwickeln. Lassen Sie sich überraschen. Es würde mich freuen, Sie am größten medizinischen Kongress der Schweiz in Basel begrüssen zu dürfen: http:// veranstaltungen.sgim.ch In der Zwischenzeit möchte ich Ihnen, meine sehr geehrten Kolleginnen und Kollegen von der DGIM, meine herzlichen Grüße aussprechen und wünsche Ihnen und Ihrem Kongress alles Gute und viel Erfolg.

Prof. Dr. med. Jean-Michel Gaspoz Vorsteher des SGIM-Präsidiums

Univ.-Prof. Dr. med. Peter M. Vogt - Präsident der DGCH 2014/2015

Herr Präsident, sehr verehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen

Es ist mir eine Freude, Ihnen die Grußworte der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie übermitteln zu dürfen. Die erfolgreiche konzeptionelle Ausrichtung der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin hat auch in der eigenen Fachgesellschaft Beachtung gefunden. Erstmals tagen Sie nun in Mannheim und widmen sich mit dem Kongress-Thema „Molekulare Prinzipien der Inneren Medizin: Aufbruch in eine neue Ära“ einem Gebiet mit erheblichem Zukunftspotential. Die molekularen Ansätze werden die zukünftige diagnostische und therapeutische Entwicklung nicht nur in der Inneren Medizin, sondern in allen medizinischen Disziplinen bestimmen, wobei sich eine weitere Verfeinerung der Methodik mit neuem Verständnis der verschiedenen Krankheitsbilder abzeichnet. Mit den diesjährigen Schwerpunkthemen von individualisierter Krebstherapie bis hin zur Behandlung struktureller Herzerkrankungen spannen Sie einen weiten Bogen ihres Faches. Insbesondere die Onkologie solider gastrointestinaler Tumore, ein interdisziplinäre Herausforderung an die Chirurgie und Innere Medizin, erfährt derzeit gerade durch diese molekularen Ansätze einen Wandel im differenzierten Verständnis von Pathogenese und Therapie. Dies wird sich auch auf die Chirurgie auswirken. Einerseits wird die Indikation für chirurgische Resektionen noch individueller gestellt werden, andererseits kann eine operative Intervention zukünftig sogar ganz entbehrlich werden. Dennoch sind noch viele Fragen offen und gerade die Bewältigung großer Datenmengen als „Big Data“ wie sie die molekulare Analytik prägen, stellt für die Medizin eine große und reizvolle Aufgabe dar.

Allerdings muss auch zukünftig die ärztliche Entscheidungskompetenz, verbunden mit persönlicher Professionalität und Empathie, weiter im Zentrum unseres Handeln stehen und darf nicht allein IT-gestützten Mechanismen überlassen werden.

Für Ihren Kongress wünsche ich Ihnen viel Erfolg, zahlreiche Besucher aus den verschiedenen Schwerpunkten und einen angeregten Gedankenaustausch zu den vielen aktuellen, aber auch kontroversen Themen.

Mit den besten kollegialen Grüßen

Univ.-Prof. Dr. med. Peter M. Vogt,
Präsident der DGCH 2014/2015